Archiv für März 2009

Neues Modul Rechnerstrukturen & Betriebssysteme

Dienstag, 31. März 2009

Schon vor dem Präsenztag hab ich das Modul Rechnerstrukturen & Betriebssyteme gebucht. Dabei lernt man wie ein Computer auf unterster Ebene funktioniert, wie aus einfachen logischen Schaltungen immer mächtigere Bausteine bis hin zu komplexen Prozessoren entstehen. Und natürlich die Rolle des Betriebssystems als Mittler zwischen den Hardwareressourcen und Anwenderprogrammen.

Allerdings ist das ganze rechte knapp gehalten; das Buch weist in etwa eine Stärke von 160 Seiten auf. D.h. viel Stoff in relativ wenigen Worten erklärt. Erinnert mich ein bisschen an Präsenzvorlesungen ;-)

Mit entsprechenden Vorkenntnissen ist das allerdings genau passend. Ohne könnte es vielleicht schwierig werden. Als Zweitliteratur kann ich Aufbau und Arbeitsweise von Rechenanlagen von Wolfgang Coy empfehlen. Die letzte Auflage ist zwar von 1996 aber die Rechnerstrukturgrundlagen werden sehr verständlich erklärt.

Dies ist bisher der erste Kurs, bei dem auch PDF-Formulare in den Übungsaufgaben und wohl auch in der Online-Klausur verwendet werden. Da haben sich die Autoren richtig Mühe mit gegeben. Es sind nicht nur Eingabefelder für Text vorhanden sondern auch vorbereitete Karnaugh-Veitch Diagramme, bei denen man die Werte durch Drop-Down-Menüs einstellen kann, oder auch ein Steuerwerk einer Ampelschaltung, bei dem man die Verbindung einfach anklicken kann.

Der Vorteil ist, dass man sich bei der Bearbeitung ganz auf den Inhalt konzentrieren kann und sich nicht noch mit dem Zeichenprogramm rumärgern muss, um selbst erstmal die “Umgebung” zu schaffen.

Kurzbericht vom WMI-Präsenztag März 2009

Sonntag, 29. März 2009

Die Zeit des Kuschelns ist nun eindeutig für den WMI-Studiengang vorbei. Die W3L-Büroräume und Hotels reichen nicht mehr aus für diesen Andrang. Ca. 90 eingeschriebene Studierende und die zusätzliche Menge an Interessenten erforderten richtige Hörsäle. Daher fand der WMI-Präsenztag dieses Mal in den Räumlichkeiten des Fachbereichs Informatik der Fachhochschule Dortmund statt.

Wie üblich haben sich die W3L-Mitarbeiter und Dozenten viel Mühe gegeben, dass wir Studenten uns wohl fühlten  und es nicht langweilig wurde.  Dabei wurden teilweise parallel laufende Vorträge angeboten.

Zunächst gab es einen Überblick über neue Module, die gerade oder demnächst freigeschaltet werden sowie einige ganz neu hinzugekommene Fächer, die den Wahlkatalog ergänzen.

Das Modul Rechnerstrukturen & Betriebssystem wurde von Daniel Versick vorgestellt. Nach einem Überblick über die Inhalte ging er beispielhaft auf das Thema Pipelining in modernen Prozessoren ein.

Die Parallelvorlesung Java 7: Neue Sprachmerkmale und APIs musste ich leider auslassen.

Dafür verpasste ich aber nicht den äußerst interessanten Vortrag von Prof. Mentzel über Die Rolle der Information in der Unternehmensführung. Als ehemaliger Top-Manager großer Unternehmen gab er uns einen teilweise sartirischen Einblick in die manchmal wundersamen Entscheidungsprozesse der Führungsebene, über Machtzentren in Unternehmen, die eher an sich denken als an das Wohl des Unternehmens, über Informationsblockaden und Schönreden und Entscheidungen, die auf wenigem bis null fundierten Wissen basieren.

Passend dazu griff anschließend Prof. Hesseler bei der Vorstellung des Moduls ERP-Systeme die Thematik mit ebensoviel Witz nochmal aus der Softwaresicht auf. Bisher hatte ich nicht wirklich eine Vorstellung vom sog. Enterprise Ressource Planning. Nur, dass es ziemlich weit unten auf meiner Liste der zu buchenden Module rangierte. Aber ich muss sagen, dass Prof. Hesselers Vortrag mein Interesse geweckt hat, denn in diesem Modul geht es vor allem darum, was ERP-Systeme überhaupt sind und warum sie wichtig sind für Unternehmen. Mir war auch nicht klar, dass z.B. für die Einführungsphase eines ERP-Systems in einem Unternehmen ein ganzes Jahr, wenn nicht mehr, veranschlagt wird.

Die Vorlesung von Prof. Balzert über Requirements-Engineering war dann wieder für alle. Den Abschluss bildete dann die Vorstellung der Mathe-Module von Prof. Lenze bzw. der parallel stattfindende Vortrag REST: Eine leichtgewichtige und einfachere Alternative zu Web Services.

Für das leibliche Wohl war natürlich auch bestens gesorgt mit Kaffee und Kuchen in den Pausen sowie einem reichhaltigen Mittagessen im nahe gelegenen Tryp-Hotel.

Fazit: Es hat sich gelohnt und jetzt bin ich wieder voll motiviert. Schön auch mal die Fachhochschule und den Fachbereich Informatik gesehen zu haben, zu dem unser Studiengang offziell gehört.

Planänderung

Dienstag, 17. März 2009

Da mich die Grippe jetzt erstmal völlig ausgeschaltet hat, werde ich die GDI-2-Klausur auf den Folgetermin verschieben. So wie es aussieht, werde ich aber auf jeden Fall beim Präsenztemin dabei sein können.

In der Zwischenzeit kann ich mir ja überlegen, welche Module ich zusätzlich noch angehe. In die engere Wahl kommen Rechnerstrukturen & Betriebssysteme, Mathematik für Informatiker, Web-Anwendungen und Wissenschaftliches Arbeiten.

Präsenztermin März 2009

Montag, 09. März 2009

Für den kommenden Präsenztermin konnte ich mich wieder aufraffen und bin dabei den angefangenen GDI-2 Kurs weiterzumachen.

Leider hab mich immer noch nicht um das Hotelzimmer gekümmert.

Ein paar GDI-2 Aufgaben hab ich inzwischen abgegeben und stehe damit kurz vor der 50%-Zulassungsgrenze für die Online-Klausur. Meine Strategie ist jetzt, dass ich mir die Aufgaben mit den meisten Punkten raussuche und mir dann dasjenige Kapitel vornehme. Also zuerst die 50- und 25-Punkteaufgaben und dann erst die mit den 10 Punkten.

Mit einer 50er hat das schon geklappt. Und eine 25er hab ich gerade in der Mangel. Zum Glück sind das auch Aufgaben, bei denen ein Programm vorgegeben ist, und man nur eine kleine Stelle erweitern muss.

Die 50er-Aufgabe war ein Wetterstationsprogramm, das sich die Daten per XML von einem Online-Service holt. Da musste man die Zeitanzeige anpassen.

Die 25er ist noch nicht abgabefertig, aber prinzipiell schon gelöst. Dabei ist ein Programm vorgegeben, mit dem ein Benutzer gegen den Computer ein Brettspiel spielen kann. Die “Computer-Intelligenz” wird dabei durch den Minimax-Algorithmus implementiert. Die Implementierung soll so abgewandelt werden, dass stattdessen die Alpha-Beta-Suche verwendet wird.

Vom Schwierigkeitsgrad her würde ich die Punkte eigentlich genau anders herum vergeben. Obwohl natürlich die Algorithmen vorgegeben sind, muss man diese erstmal durchdringen und zusätzlich die vorgegebene Implementierung. Und man muss deutlich mehr Aufwand treiben, um seine Lösung zu überprüfen. Die Alpha-Beta-Suche liefert exakt die gleichen Züge wie die Minimax-Suche, ist aber hinsichtlich der Laufzeit optimiert.

Ein Großteil der Zeit ging dabei drauf, einen Test zu schreiben, der zwei Computergegner gegeneinander antreten lässt und die eine Seite immer mit beiden Verfahren durchrechnet, um das Ergebnis vergleichen zu können.

Das war auch bitter nötig, denn meine erste Implementierung entsprach nicht wirklich den Vorgaben. Aber ein paar Stunden und massenweise Debugausgaben später war klar, dass mein Verständnis der Alpha-Beta-Suche anfangs doch nicht so tiefgehend war, wie ich dachte.

Aber jetzt sind alle meine JUnit-Tests grün und alles wird gut. Nur die Debugausgaben und zwischenzeitlich obsolet gewordene Kommentare müssen jetzt noch raus. Da mich die eigentlich wieder abflauende Grippewelle jetzt doch noch erwischt hat, reicht meine Restaufmerksamkeitsspanne lediglich für diese paar Zeilen. (Naja, und ich müsste auf meinem Netbook, mit dem ich hier gerade im Bett liege, erstmal Eclipse installieren, den Workspace kopieren, etc, worauf ich jetzt gerade überhaupt keine Lust habe.)