Das Stöckchen
Freitag, 01. Februar 2008Das ursprünglich von Sonja stammende Stöckchen, das mir Caitlin zugeworfen hat:
1. Seit wann bist du Fernstudent/-in?
Seit August 2007 studiere ich bei W3L im Online-Studiengang Web- und Medieninformatik. Dies ist allerdings nicht mein erstes Fernstudium. 2002 brach ich mein Präsenz-Informatik-Studium an der Freien Universität Berlin endgültig ab, da mir eine Stelle als Softwareentwickler angeboten wurde. Ich schrieb mich bei der FernUni Hagen ein und hatte vor, dort mein Studium zu beenden. Allerdings kam ich überhaupt nicht klar damit. Zum einen, weil der Einstieg ins Arbeitsleben doch stressiger war als gedacht. Außerdem kollidierten die festen Abgabetermine der Übungsaufgaben regelmäßig mit Überstundenphasen im Job.
2. Warum hast du dich für ein Fernstudium entschieden?
Ganz klar: In erster Linie, um einen akademischen Abschluss überhaupt und im Informatikbereich zu erlangen. Bisher habe ich keinerlei formale Berufsausbildung. Anfangs hatte ich gar nicht vor, ein reines Fernstudium zu machen. Mein Interesse galt eher dem sogenannten Blended Learning bei der FOM. Gleicher Studiengang, jedoch jeden Samstag Präsenzvorlesungen und ansonsten eLearning. Da der Studiengang ganz neu war (und wahrscheinlich auch wegen der nicht unerheblichen Kosten), kam die Veranstaltung im Berliner Studienzentrum nicht zustande. So landete ich dann doch direkt bei W3L im Voll-Online-Studium.
3. Gab es für dich noch andere mögliche Studienfächer als dasjenige, für das du dich entschieden hast?
Es sollte auf jeden Fall ein Informatik-Studiengang sein, da es mir vor allem darum geht, in diesem Bereich, in dem ich arbeite und mich wohl fühle, einen Abschluss zu bekommen. D.h. möglichst viel Vorwissen einbringen, Themen, die mich interessieren, damit die Motivation erhalten bleibt; im Prinzip mit dem geringstmöglichen Aufwand fertig werden. Als ich von WMI bei der FOM erfuhr, wusste ich, das ist es. Ein reines Fernstudium wollte ich ja eigentlich gar nicht mehr machen nach meinem FernUni-Hagen-Debakel. Es sollte ja vor allem berufsbegleitend sein und nicht fern. Erst als sich abzeichnete, dass das bei der FOM nichts werden würde, fing ich ernsthaft an, über Alternativen nachzudenken.
Da mein grundsätzlicher Entschluss, einen Abschluss zu machen, feststand, wurden jetzt auch die Fernstudiengänge für mich attraktiver.
Wirtschaftsinformatik fiel ganz schnell raus, weil zu viel Wirtschaft, sprich neues enthalten ist. Also zuviel Aufwand. In die nähere Auswahl kamen Medieninformatik bei OnCampus, Aufbaustudiengang Diplom-Informatik an der FH Trier und Angewandte Informatik bei der PFFH Darmstadt. Ich entschied mich dann aber für WMI bei W3L, weil mir der Studiengang einfach so gut gefiel. Viel Java (was ich kann, also wenig Aufwand), viel Web-Anwendungen (was ich teilweise beruflich mache und mich sehr interessiert) und keine festen Abgabetermine, keine festen Semester und keine 5 Monate vorlesungsfreie Zeit im Jahr.
4. Standen mehrere Fernhochschulen zur Auswahl? Wenn ja, warum hast du dich für deine entschieden?
Siehe 3. Mein Ärger über das Nichtzustandekommen bei der FOM verflog ziemlich schnell. Nun bin ich froh, dass es so gekommen ist und möchte es gar nicht mehr anders haben.
5. Welches Ziel verfolgst du mit deinem Studium und wie wird sich dein Leben ändern, wenn du damit fertig bist?
Mir geht es vor allem darum, meine zukünftigen beruflichen Chancen mit einem Abschluss zu erhöhen. Momentan bin ich mit meinem jetzigen Job ganz zufrieden, aber das kann sich ja schnell ändern. Wenn ich dann mal irgendwann damit fertig sein werde, wird sich vermutlich nichts schlagartig ändern (außer, dass ich dann eine Menge mehr Zeit haben werde).
Die eigentliche Veränderung fing schon mit dem Beginn des Studiums an und ist eher ein stetiger Prozess. Neue Eindrücke kommen auf mich zu, ich sehe Dinge einfach mal auf eine andere Art. Erste Konvergenzen zwischen Studium und Job ergeben sich. Es sind eher die kleinen Dinge, an denen ich es merke. Z.B. ein Tool, das ich bei der Aufgabenbearbeitung entdeckt hab, benutze ich dann auch gleich auf Arbeit. Oder die UML-Einführung erleichtert es mir die Anforderungsbeschreibung auf Arbeit besser zu verstehen und ich fange selbst gleich an, einige Diagramme zu ergänzen.
6. Wenn du dich nochmal entscheiden müsstest, würdest du etwas anders machen?
Ich würde mich gleich für das Online-Studium bei W3L entscheiden als es erst bei der FOM zu versuchen. Und jetzt weiß ich auch, dass es eben nicht nur auf die Inhalte ankommt sondern auch auf die Durchführungsform, also feste Semester wie an einer Präsenzuni vs. freie Zeiteinteilung mit wenig festen Terminen.
7. Wenn es bei dir keine finanziellen, beruflichen oder persönlichen Einschränkungen gäbe und du die freie Wahl hättest, irgendein Fach zu studieren, das dir Spaß macht – welches Studienfach wäre das?
Ich habe das Glück, genau das zu studieren, was mir Spaß macht. Ich würde dann wahrscheinlich nach meinem Bachelor noch weiter machen und den Master in Angriff nehmen. In der Realität denke ich aber nur bis zum Ende meines jetzigen Studiums